Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung

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Initiative auf der Zielgeraden

Medienmitteilung

Bern, 10. April 2019

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»
Initiative auf der Zielgeraden

Der Kinder- und Jugendschutz in der Schweiz versagt bei der Tabakprävention. Deshalb hat das Initiativkomitee «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» vor einem Jahr eine Volksinitiative lanciert. Die Unterschriftensammlung läuft auf Hochtouren und stösst auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Es wurden bereits 80’000 Unterschriften gesammelt und wenn das Parlament weiterhin keine griffigen Massnahmen ergreift, wird das Volk entscheiden.

Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen die grossen Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, der Schweizerische Apothekerverband PharmaSuisse, kantonale Lungenligen, der Schweizerische Drogistenverband, die FMH, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic und der Lehrerverband haben sich der Initiative angeschlossen.

Aktueller Stand: 80’000 Unterschriften

Seit Monaten sind die Verbündeten am Unterschriften sammeln in Arztpraxen, in Apotheken, an Messeständen, in ihren Netzwerken und auch vermehrt auf der Strasse. Die Anliegen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung stossen bei der Bevölkerung auf viel Goodwill und Interesse. Stand heute wurden bereits 80’000 Unterschriften gesammelt. Die Leute unterschreiben die Initiative aus Überzeugung und sagen Ja zur Prävention und zu einem effizienten Jugendschutz. Eine Verschärfung der aktuellen Gesetze ist ganz offensichtlich erwünscht.

Der Sammelmonat März verlieh der Volksinitiative zusätzlichen Schub und Tausende von Unterschriften konnten allein in diesem Monat gesammelt werden, wobei täglich weitere Unterschriften beim Komitee ankommen. Die Initianten rechnen damit, fristgerecht im Sommer 2019 die Initiative einreichen zu können.

Wirkungsvolle Massnahmen sind dringend nötig

Jede Stunde stirbt in der Schweiz mindestens eine Person an den Folgen des Rauchens. Das sind jährlich 9500 Personen. Gleichzeitig stagniert der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Schweiz seit 2011 bei zu hohen 25 Prozent und die meisten Raucher-Karrieren beginnen noch immer im Teenageralter. Diese Tatsachen zeigen: Die bisherigen Massnahmen reichen bei weitem nicht!

Das Initiativkomitee fordert deshalb:

• Ein lückenloses Werbeverbot für Tabakprodukte, das Printmedien, das Internet einschliesslich der sozialen Medien, Plakate, Kinos und Verkaufsstellen umfasst.
• Keine Verkaufsförderung durch Gratisabgabe von Tabakprodukten, wie sie durch Hostessen in Clubs oder durch Rabattaktionen im Stil von «3 für 2» geschieht.
• Kein Sponsoring öffentlicher und privater Anlässe durch Tabakfirmen.
• Bei den Substitutionsprodukten: die Gleichstellung mit herkömmlichen Tabakprodukten.

Für weitere Informationen:

www.kinderohnetabak.ch

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz von Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch

Sandra Hügli-Jost
Kommunikationsbeauftragte mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
078 920 24 05, sandra.huegli@hausaerzteschweiz.ch
www.hausaerzteschweiz.ch

Mitglied einer Gesundheitsorganisation sammelt Unterschriften

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) unterstützt neu unsere Volksinitiative

Eine Allianz aus 85 Schweizer Gesundheitsorganisationen, zu welchen auch der LCH gehört, lehnt das vom Bundesrat vorgestellte Tabakproduktegesetz ab. Darin fehlt etwa ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Die Allianz fordert deshalb, die Vorlage im Parlament anzupassen.

LCH lehnt aber nicht nur das neue Tabakproduktegesetz ab. Die Geschäftsleitung LCH hat zusätzlich entschieden, die Volksinitiative zu unterstützen. Sie empfiehlt den Mitgliedsorganisationen LCH, ihre Mitglieder zur Unterschrift aufzurufen.

Mehr Informationen

Swiss Olympic unterstützt unsere Volksinitiative

Swiss Olympic hat beschlossen, die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» zu unterstützen. «Die Ziele der Initiative entsprechen unserem langjährigen Engagement gegen Tabakkonsum im und um den Sport», sagt Direktor Roger Schnegg.

Der Konsum von Tabakprodukten und Sport, das passt nicht zusammen. Deshalb engagiert sich Swiss Olympic als Dachverband des Schweizer Sports schon seit langem im Rahmen der Ethik-Charta des Schweizer Sports für den Verzicht auf Tabak während des Sports. Mit dem Präventionsprogramm «cool and clean» setzt sich Swiss Olympic zudem unter anderem dafür ein, das Umfeld der jugendlichen Sportlerinnen und Sportler möglichst rauchfrei zu halten.

Nun hat sich Swiss Olympic entschlossen, als Vertreter von 81 Sportverbänden mit insgesamt rund 2 Millionen Mitgliedern, die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» zu unterstützen. Die Initiative wurde im Frühling 2018 gemeinsam von Ärzte-, Gesundheits-, und Jugendorganisationen lanciert, mit dem Ziel, Werbung für Tabakprodukte, die Kinder und Jugendliche erreicht, einzudämmen. Die Schweiz verfügt diesbezüglich europaweit über eine der laschesten Gesetzgebungen.

«Die Ziele der Initiative entsprechen unserem langjährigen Engagement gegen Tabakkonsum im und um den Sport», sagt Roger Schnegg, der Direktor von Swiss Olympic. «Mit der Unterstützung der Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» wollen wir dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche künftig nicht mehr täglich von der Tabakindustrie umworben werden können.»

Wieso die Apotheken die Volksinitiative unterstützen

„Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet die Gesellschaft mit hohen Folgekosten. Die grosse Mehrheit der Rauchenden beginnt im jugendlichen Alter mit dem Konsum. Die Werbung spielt dabei eine zentrale Rolle. Mit unserer Volksinitiative wollen wir erreichen, dass Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung geschützt werden und sich gesund entwickeln können.“

Marcel Mesnil, Generalsekretär Schweizerischer Apothekerverband pharmasuisse

Jetzt geht’s los – Schützen wir Kinder und Jugendliche besser vor Tabakwerbung!

Die grossen Gesundheitsorganisationen der Schweiz haben heute in Bern gemeinsam die Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ lanciert.

Rauchen schädigt die Gesundheit, verursacht schwere Krankheiten und belastet Staat und Gesundheitswesen mit hohen Folgekosten. Die grosse Mehrheit der Raucher beginnt im jugendlichen Alter, was fatal ist: je jünger begonnen wird, desto schwieriger wird das Aufhören. Eine entscheidende Rolle dabei spielt die Tabakwerbung, welche sich erwiesenermassen gezielt an Jugendliche richtet (Video). Das Initiativkomitee ist sich einig; Jugendliche müssen in ihrer gesunden Entwicklung von der Gesellschaft bestmöglich unterstützt und gefördert werden. Dies erfordert auch einen umfassenden Schutz vor gesundheitlichen Risiken.

Wir sind auf Ihre Unterstützung angewiesen: Unterschreiben Sie jetzt und schützen Sie gemeinsam mit uns unsere Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung!