Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung

News

Das Tabakproduktegesetz verkommt zur Alibiübung

Medienmitteilung

Bern, 14. Juni 2021

Eine Mehrheit im Ständerat hat heute das Tabakproduktegesetz aus Sicht des Jugendschutzes beerdigt. Eine parlamentarische Lösung ist somit nicht mehr möglich und das Initiativkomitee fokussiert sich nun auf den Abstimmungskampf zur Volksinitiative im ersten Halbjahr 2022.

Eine klare Mehrheit der Gesundheitskommission hat dem Ständerat einen Kompromissvorschlag vorgelegt. Dabei gewichtete sie besonders, dass die Mehrheit als Minderjährige mit dem Tabakkonsum beginnt, Werbung dabei ein zentraler Faktor ist und die Kosten für die Gesellschaft mit jährlich 5 Milliarden enorm sind. Der Tabak ist für 50% aller suchtbedingten Kosten verantwortlich. Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass der Schutz der vulnerabelsten Gruppe, den Kinder und Jugendlichen, den Tabakkonsum insgesamt deutlich senkt.

Aber auch die 9500 Menschen in der Schweiz, die jährlich an den Folgen des Tabakkonsums sterben, vermochten Die Mitte, FDP und SVP nicht beeindrucken. Wie bereits im Nationalrat, verkommt das Tabakproduktegesetz nun auch im Ständerat zu einer Alibiübung, in der weiterhin gezielt Kinder und Jugendliche beworben werden dürfen. Darüber hinaus bleibt eine Ratifizierung der internationalen Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO bald zwei Jahrzehnte nach der Unterzeichnung aufgrund der fehlenden gesetzlichen Grundlage weiterhin nicht möglich.

Gesundheitsorganisationen haben den Kompromiss gesucht

Das Initiativkomitee der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung», das von einer breiten Trägerschaft aus Gesundheitswesen, Jugend, Sport und Lehrerschaft getragen wird, hat sich seit der Einreichung der Initiative im Herbst 2019 für einen Kompromiss innerhalb des Tabakproduktegesetzes engagiert. Das Parlament stellt aber weiterhin die Interessen der Industrie und Werbung über die allgemeine Gesundheit.

Dabei braucht es heute mehr denn je einen griffigen Jugendschutz, die Zahlen aus aktuellen Studien sind alarmierend! Eine im Jahr 2020 publizierten Studie des Kinderspitals Zürich zeigt, dass 36% der Kinder im Alter 13-17 Jahren gelegentlich oder regelmässig rauchen und von 16-17-Jährigen rauchen sogar 60% der Jungen und 70% der Mädchen gelegentlich oder regelmässig herkömmliche Zigaretten, E-Zigaretten und/oder Sisha. Losgelöst von den Langzeitfolgen weisen dabei bereits rauchende Kinder und Jugendliche vermehrt Atemwegsbeschwerden auf. Mit einem griffigeren Jugendschutz kann die effizienteste Massnahme gegen diese Zahlen ergriffen werden, weil er verhindert wird, dass Kinder und Jugendliche mit dem Konsum beginnen.
Da eine parlamentarische Lösung im Tabakproduktegesetz nicht mehr möglich ist, werden sich die Organisationen hinter der Volksinitiative nun auf den Abstimmungskampf vorbereiten, der im ersten Halbjahr 2022 stattfinden wird.

Für weitere Informationen:

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch

Sandra Hügli-Jost
Kommunikationsbeauftragte mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
078 920 24 05, sandra.huegli@hausaerzteschweiz.ch

SGK-S verspricht griffigen Jugendschutz im Tabakproduktegesetz

Medienmitteilung

Bern, 15 April 2021

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Die Gesundheitskommission lehnt zwar die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» ab, sucht aber den Kompromiss, baut das Tabakproduktegesetz zu einem indirekten Gegenvorschlag aus und beschliesst damit einen griffigen Jugendschutz.

Obwohl ein Konsens besteht, dass Kinder und Jugendliche Tabakprodukte weder kaufen, noch konsumieren dürfen, werden sie gezielt beworben. Mit durchschlagendem Effekt: Die Mehrheit der Rauchenden beginnt mit dem Konsum als Minderjährige. Bereits rauchende Jugendliche weisen gemäss neusten Untersuchungen vermehrt Atembewegsbeschwerden auf und jährlich sterben 9500 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums. Es ist die häufigste vermeidbare Todesursache, wobei beispielsweise rund 25% aller Krebserkrankungen weltweit durch den Verzicht auf Tabakkonsum verhindert werden könnten.

Mit der Rückweisung des Tabakproduktegesetzes 2016 war klar, dass die Neuauflage keine griffigen Jugendschutzmassnahmen im Bereich Tabakwerbung mehr enthalten würde und die Schweiz somit das Schlusslicht in Europa bei der Prävention bleiben würde. Deshalb hat eine breite Trägerschaft aus Gesundheitswesen, Jugend, Sport und Lehrerschaft eine Volksinitiative lanciert, um endlich den dringend nötigen Schutz der Kinder und Jugend sicher zu stellen.

Nachdem der Nationalrat die Volksinitiative knapp nicht zur Annahme empfohlen hat, empfiehlt nun auch die Gesundheitskommission des Ständerats mit 9 zu 4 eine Ablehnung. Die Bevölkerung hingegen sprach sich in den letzten Jahren in zahlreichen Umfragen immer mit über 60% für Werbeeinschränkungen aus, die sogar über die Forderung der Volksinitiative hinaus gehen. Der Ständerat hat nun die Möglichkeit, das Versprechen der Kommission in die Tat umzusetzen und mit dem Tabakproduktegesetz einen indirekten Gegenvorschlag als valablen Kompromiss auszuarbeiten, welcher einen effektiven Jugendschutz sicherstellt. Setzt sich in der parlamentarischen Beratung aber die inakzeptable nationalrätliche Version des Tabakproduktegesetzes durch, werden die Schweizer Stimmbürger/-innen den bald zwei Jahrzehnte dauernden Stillstand durchbrechen müssen und in der Volksabstimmung wirksame Tabakpräventionsmassnahmen bejahen.

Für weitere Informationen:

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
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Nationalrat spricht sich erneut gegen den Jugendschutz aus

Medienmitteilung

Bern, 17. März 2021

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Mit der Ablehnung der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» entscheidet sich eine Allianz aus SVP, FDP und Mitte erneut für Partikularinteressen und gegen die Gesundheit. Damit führt die Mehrheit des Nationalrats weiter, was sie mit der Verwässerung des Tabakproduktegesetz im Herbst begonnen hat: sie verhindert einen griffigen Jugendschutz bei Tabakprodukten.

Der Handlungsdruck ist gross: jährlich sterben 9500 Menschen vorzeitig an den Folgen des Tabakkonsums. Es ist die häufigste vermeidbare Todesursache. Auch Volkswirtschaftlich ist der Tabakkonsum ein Minusgeschäft, welches jedes Jahr Kosten von rund 5.6 Milliarden Franken verursacht. Die Mehrheit der Rauchenden beginnt vor dem 18 Lebensjahr. Tabakwerbung ist das zentrale Element in dieser Gleichung, da sie gezielt und erfolgreich an Kinder und Jugendliche gerichtet wird.

Weil es das Parlament verpasst hat, ein Gesetz für Tabakprodukte zu schaffen, welches besonders Kinder und Jugendliche vor Tabakkonsum schützt, hat eine breite Trägerschaft aus Gesundheitswesen, Jugend, Sport und Lehrerschaft eine Volksinitiative lanciert, um endlich den dringend nötigen Schutz der Kinder und Jugend sicher zu stellen. In diversen Umfragen spricht sich eine Mehrheit der Bevölkerung seit längerer Zeit sogar für weitergehende strikte Werbeverbote aus. Die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» hingegen fordert lediglich, dass Kinder und Jugendliche nicht von Tabakwerbung erreicht werden dürfen, was insbesondere bei (Gratis-) Zeitungen und im Internet zentral ist. Zudem dürfen Alternativprodukte, bei denen besonders der Konsum von E-Zigaretten bei Jugendlichen zunimmt, bei der Verkaufsförderung nicht bevorzugt werden.

Dafür hat eine Allianz aus SVP, FDP und der Mitte-Fraktion kein Gehör. Sie wiesen die erste Version des Tabakproduktegesetzes 2016 zurück, verwässerten die zweite Version des Ständerats im Herbst 2020 und lehnt nun auch die Volksinitiative ab.
Eine Minderheit aus vereinzelten Bürgerlichen, gemeinsam mit der EVP, glp, SP und den Grünen hat heute mit der Annahme der Initiative ein Zeichen gesetzt. Der Nationalrat wird im Herbst ein letzte Mal im Rahmen des Tabakproduktegesetzes die Möglichkeit erhalten, den Gesundheits- und Jugendschutz über Partikularinteressen zu stelle, bevor die Bevölkerung die Versäumnisse des Rates beheben wird.

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Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
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Die Gesundheitskommission des Ständerats sucht den Kompromiss

Medienmitteilung

Bern, 29. Januar 2021

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Diese Woche hat die Gesundheitskommission des Ständerats erneut das Tabakproduktegesetz beraten. Die Trägerschaft der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» begrüsst, dass die Kommission gewillt ist, eine Vorlage mit griffigem Jugendschutz vorzulegen

Die Gesundheitskommission des Ständerats hält an den für den Jugendschutz zentralen Elementen fest: Besonders mit Werbung in Gratiszeitungen und im Internet werden Kinder und Jugendliche erreicht. Diese Tatsache bezieht die Gesundheitskommission in ihren Entscheidungen mit ein. Die Gesundheitskommission hält zudem in weiser Voraussicht daran fest, alternative Produkte wie E-Zigaretten bei der Verkaufsförderung nicht differenziert zu regulieren. Die Voraussicht Das ist nötig, weil aufkommende neue Produkte wie Erhitzer oder E-Zigaretten besonders Jugendliche ansprechen und die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Nikotin konsumieren, laufend steigt. So konsumieren bereits über 45% der 16-jährigen Knaben wöchentlich E-Zigaretten.

Der Ständerat macht einen Kompromissvorschlag

Die Gesundheitskommission nimmt mit ihren Anträgen das Anliegen der Volksinitiative auf: den konsequenten Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung. Sowohl die Trägerschaft der Initiative wie auch eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung würden zwar weitergehende Massnahmen befürworten, doch die Gesundheitskommission des Ständerats sucht den Kompromiss und zeichnet einen gangbaren Mittelweg auf. Ein Mittelweg, der auch die Mindestanforderungen des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs erfüllen würde.

Hinter der Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen jene Gesundheitsorganisationen, welche täglich mit den Folgen des Tabakkonsums konfrontiert sind. Und die Folgen sind gravierend: Die Kinderpneumologen stellen bereits bei Jugendlichen fest, dass diese drei Mal mehr an Atemnot und fünf Mal häufiger an Asthma-Symptomen leiden, wenn sie Tabakprodukte konsumieren. Deshalb nimmt die Trägerschaft der Initiative beruhigt zur Kenntnis, dass für den Ständerat „Jugendschutz” kein leeres Wort ist.

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Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
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Der Entscheid des Nationalrates geht den Initianten nicht weit genug und schützt Kinder und Jugendliche nicht

Medienmitteilung

Bern, 8. Dezember 2020

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Der Nationalrat verzichtet im Tabakproduktegesetz auf einen griffigen Jugendschutz. Damit kann die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» nicht zurückgezogen werden. Falls der Ständerat nicht nachbessert, wird die Bevölkerung das letzte Wort haben.

2016 hat das Parlament entschieden, dass die freie Marktwirtschaft höher zu gewichten sei als der Jugendschutz und das Tabakproduktegesetz an den Bundesrat zurückgewiesen. Weil es das Parlament verpasst hat, ein Gesetz für Tabakprodukte zu schaffen, welches besonders Kinder und Jugendliche vor Tabakkonsum schützt, hat eine breite Trägerschaft aus Gesundheitswesen, Jugend, Sport und Lehrerschaft eine Volksinitiative lanciert, um endlich den dringend nötigen Schutz der Kinder und Jugend sicher zu stellen. Dies ist nötiger denn je – die aktuellen Zahlen sind alarmierend: Eine kürzlich veröffentliche Studie des Kinderspitals Zürich kommt zum Ergebnis, dass 36% der Kinder im Kanton Zürich im Alter von 13-17 Jahren gelegentlich oder regelmässig rauchen – in der Altersgruppe von 16-17 Jahren sind es gar 60% der Knaben und 70% der Mädchen.

Die Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» wurde im Herbst 2019 eingereicht und die Botschaft vom Ständerat gehört. Dieser hat erfreulicherweise Bestimmungen für einen griffigeren Jugendschutz aufgenommen und sich zur Erfüllung der Mindestanforderungen des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs bekannt.

Bevölkerung befürwortet Tabakwerbeverbot

Die Mehrheit des Ständerats folgte dieser Argumentation. Der Jugendschutz, auf den die Mehrheit 2016 noch praktisch gänzlich verzichten wollte, ist jetzt wieder auf der Agenda. Obwohl die Forderungen der Initiative mit der Version des Ständerats nur teilweise umgesetzt würden.

Der Argumentation des Ständerats wollte eigentlich auch der Nationalrat folgen. Die Mitte betont die Dringlichkeit: “80 Prozent der Raucherinnen und Raucher haben bereits als Minderjährige mit dem Tabakkonsum begonnen. 9500 Personen sterben vorzeitig am Tabakkonsum. Bei 15% der Todesfälle in der Schweiz handelt es sich bei den Folgen von Tabakkonsum um die wichtigste vermeidbare Todesursache.” Und die FDP ergänzt, dass der Jugendschutz unbestritten sei.

Letztendlich nur schöne Worte, denn der Vorlage wurden jetzt so viele Zähne gezogen, dass von Jugendschutz keine Rede mehr sein kann:

Das Internet und vor allem auch Gratiszeitungen werden gerade von Kindern und Jugendlichen intensiv genutzt: Der Nationalrat möchte Werbung hier weiterhin erlauben.

Mit 16 Jahren ziehen bereits über 45% der Knaben wöchentlich an E-Zigaretten: Der Nationalrat möchte die Verkaufsförderung solcher Produkte im Vergleich zu Zigaretten jedoch sogar noch erleichtern.

Der Nationalrat beschliesst so eine Vorlage mit gravierenden Lücken bei Gratiszeitungen, im Internet und für die Verkaufsförderung der neuen Tabakprodukte. Der heutige Entscheid des Nationalrates steht im starken Kontrast zur Haltung der Bevölkerung, die gemäss neusten Umfragen ein totales Tabakwerbeverbot befürworten würde.

Der Mittelweg wurde nicht gefunden

Hinter der Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen jene Gesundheitsorganisationen, welche täglich mit den Folgen des Tabakkonsums konfrontiert sind. Die Kinderpneumologen stellen bereits bei Jugendlichen fest, dass diese drei Mal mehr an Atemnot und fünf Mal häufiger an Asthma-Symptomen leiden, wenn sie Tabakprodukte konsumieren. Die Lungenligen betreiben Sauerstoff-Tankstellen, um Menschen mit Lungenerkrankungen die Atmung zu erleichtern. Und während Haus- und Kinderärzte die Diagnosen übermitteln müssen, unterstützt die Krebsliga die an Krebs erkrankten Menschen. Rund 80% der Lungenkrebsfälle sind auf den Tabakkonsum zurückzuführen. Die krebsauslösenden Stoffe im Rauch schädigen aber nicht nur die Lunge, sondern den gesamten Körper. Der Jugendschutz ist die effizienteste Massnahme dagegen, aber die Schweiz wird mit der Version des Nationalrats weiterhin das europäische Schlusslicht bei der Tabakprävention bleiben.

Interviewpartner:

Hans Stöckli, Ständerat und Präsident Initiativkomitee
Grégoire Vittoz, Direktor Sucht Schweiz

Prof. Dr. med. Alexander Möller, Kinderpneumologe, Universitäts-Kinderspital Zürich
Dr. med. Philippe Luchsinger, Hausarzt und Präsident mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz

Für weitere Informationen:

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch

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Kommunikationsbeauftragte mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
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Wer trägt die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen viele grosse Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, kantonale Lungenligen, die FMH, der Schweizerische Drogistenverband, der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und die Tessiner Associazione Svizzera Non fumatori ASN haben sich der Initiative angeschlossen.

Gesunde Kinder und Jugendliche: der Nationalrat muss beim Tabak handeln!

Medienmitteilung

Bern, 26. August 2020

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Heute hat der Bundesrat seine Botschaft zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» verabschiedet. Das Initiativkomitee bedauert die ablehnende Haltung des Bundesrates. Für die Umsetzung eines konsequenten Jugendschutzes ist jetzt das Parlament gefordert. Der Nationalrat hat es in der Hand, mit einem starken Tabakproduktegesetz endlich den effektiven Schutz für Kinder und Jugendliche vor Tabak zu gewährleisten.

Die Gesundheits- und Jugendorganisationen der Schweiz sind sich einig: Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten darf Jugendliche nicht zum Rauchen verleiten. Sie müssen konsequent vor dieser Werbung geschützt werden. Denn die Situation ist alarmierend, wie Alexander Möller, Kinderpneumologe aus Zürich ausführt: «Wer vor 20 nicht raucht, wird kaum zum Raucher. Doch unsere letzte Studie zeigt: Mehr als die Hälfte der 15- bis 17-jährigen Jugendlichen rauchen bereits gelegentlich, bei den 16- bis 17-jährigen Mädchen sind es gar 70%!».
Es liegt in unserer Verantwortung, dass die Kinder und Jugendlichen von heute nicht die Patienten von morgen werden. Bisherige Bemühungen zum Schutz der Kinder haben viel zu wenig Wirkung gezeigt. Jetzt ist endlich ein wirksamer Jugendschutz gefordert. Der Nationalrat kann diesen Schutz ins neue Tabakproduktegesetz bringen. Der Bundesrat schlägt dies schüchtern vor, wir Organisationen fordern es ein: dies ist die einfache Gelegenheit, steigende Gesundheitskosten bereits am Ursprung zu vermeiden und künftige Risikopatienten für Krankheiten wie Covid-19 zu verhindern.

Nachhaltig – auch im Jugendschutz!

Das neue Parlament ist gefordert, beim Schutz der Kinder- und Jugendlichen vor Tabakwerbung nachhaltige und wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Es darf nicht sein, dass diese Zielgruppe so ungeniert für erwiesenermassen massiv schädliche Produkte umworben werden darf.

Grégoire Vittoz, Direktor von Sucht Schweiz, verweist auf das Beispiel der USA: «Die Kreativität der Tabakindustrie für neue Produkte ist eine konstante
Gesundheitsbedrohung für die Jugend – unsere Initiative schützt Kinder und
Jugendliche vor diesen neuen Gefahren der Nikotinsucht.»
Das Initiativkomitee wird die anstehenden Diskussionen im Nationalrat eng begleiten und die Stimmen der Gesundheits- und Jugendorganisationen einbringen.

Denn: Der Tabakkonsum verursacht in der Schweiz jährlich soziale Kosten von fünf
Milliarden Franken wegen Produktionsausfällen aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Invalidität und vorzeitigen Todesfällen. Mit einem weitgehenden Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakwaren, die Kinder und Jugendliche erreicht, würde die Schweiz endlich eine der zentralen Forderungen der internationalen Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen!

A disposition pour une interview :

Grégoire Vittoz, Direktor Sucht Schweiz, Tel 076 822 19 18
Dr. med. Alexander Möller, Kinderpneumologe, Universitäts-Kinderspital Zürich, Tel 044 266 70 79

Für weitere Informationen:

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch
Sandra Hügli-Jost
Kommunikationsbeauftragte mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
078 920 24 05, sandra.huegli@hausaerzteschweiz.ch

Wer trägt die Initiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen viele grosse Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, kantonale Lungenligen, die FMH, der Schweizerische Drogistenverband, der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und die Tessiner Associazione Svizzera Non fumatori ASN haben sich der Initiative angeschlossen.

Ablehnung durch den Bundesrat; Anliegen ist dringender denn je und die Initiative wird aufrechterhalten

Medienmitteilung

Bern, 6. Dezember 2019

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Heute hat der Bundesrat seine Ablehnung der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kin-der und Jugendlichen vor Tabakwerbung» kommuniziert. Das Initiativkomitee nimmt diesen Entscheid erstaunt zur Kenntnis und ist enttäuscht, dass sich der Bundesrat nicht zu einem konsequenten Jugendschutz bekennt. Jetzt ist das neue Parlament gefordert, endlich den Schutz für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten. Andernfalls wird das Schweizer Volk über das Anliegen der Initianten entscheiden müssen.

Die grossen Gesundheitsorganisationen der Schweiz sind sich einig: Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten dürfen Jugendliche nicht zum Rauchen verleiten. «Jede Stunde stirbt in der Schweiz mindestens eine Person an den Folgen des Rauchens. Das sind jährlich 9’500 Personen.» fasst Mitinitiant PD Dr. med. Gilbert Zulian, Präsident der Krebsliga Schweiz zusammen.

Damit nicht genug: Der Tabakkonsum verursacht in der Schweiz jährlich soziale Kosten von fünf Milliarden Franken wegen Produktionsausfällen aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Invalidität und vorzeitigen Todesfällen. Mit einem weitgehenden Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakwaren würde die Schweiz endlich eine der zentralen Forderungen der internationalen Rahmenkonvention über die Tabakkontrolle der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen!

Nachhaltig – auch im Jugendschutz!

«Ich verstehe nicht, wie Zahlen und Fakten so ignoriert werden können. Fast alle grossen Gesundheitsorganisationen unterstützen unsere Initiative – das Parlament sollte sich nun von Experten überzeugen und nicht von Wirtschaftsinteressen verführen lassen.“ fordert Ständerat Hans Stöckli.
Umso mehr ist das neue Parlament gefordert, beim Schutz der Kinder- und Jugendlichen vor Tabakwerbung nachhaltige und wirksame gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Es kann nicht sein, dass diese Zielgruppe so ungeniert für erwiesenermassen massiv schädliches Produkte, umworben werden darf. Das Initiativkomitee wird die anstehenden parlamentarischen Diskussionen sehr genau verfolgen und sich weitere Schritte vorbehalten.

Für weitere Informationen:

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Gesundheitsexperten sind sich einig: Es braucht einen konsequenten Jugendschutz

Die bisherigen Massnahmen sowie die geplanten Verschärfungen reichen immer noch bei weitem nicht aus! Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen viele grosse Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, der Schweizerische Apothekerverband pharmaSuisse, kantonale Lungenligen, der Schweizerische Drogistenverband, die FMH, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und die Tessiner Associazione Svizzera Non fumatori ASN haben sich der Initiative angeschlossen.

Unterschriften eingereicht – Anliegen ist dringender denn je

Medienmitteilung

Bern, 12. September 2019

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Heute Morgen wurden in Bern die 113’500 beglaubigten Unterschriften zur Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» der Bundeskanzlei übergeben. Bundesrat und Parlament sind nun gefordert, den konsequenten Jugendschutz umzusetzen, andernfalls wird das Schweizer Volk über das Anliegen der Initianten entscheiden müssen.

Das Thema ist brandaktuell, gibt es doch neuste Studien über die Verleitung von Jugendlichen zu schädlichem Tabakkonsum und die gesundheitsgefährdende Wirkung von E-Zigaretten, die von der Werbung als „gesunde Alternative“ gepriesen werden. In den USA sind bereits mehrere Todesopfer zu beklagen. Die grossen Gesundheitsorganisationen der Schweiz sind sich deshalb einig: Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten dürfen Jugendliche nicht zum Rauchen verleiten. «Jede Stunde stirbt in der Schweiz mindestens eine Person an den Folgen des Rauchens. Das sind jährlich 9’500 Perso-nen.» fasst Mitinitiant PD Dr. med. Gilbert Zulian, Präsident der Krebsliga Schweiz zusammen.

Damit nicht genug: Der Tabakkonsum verursacht in der Schweiz jährlich soziale Kosten von fünf Milli-arden Franken wegen Produktionsausfällen aufgrund von Krankheit, Arbeitslosigkeit, Invalidität und vorzeitigen Todesfällen. «Gerade Kinder und Jugendliche sind vulnerabel und besonders empfänglich für die in der Werbung vermittelten Traumwelten, die Coolness, Erfolg und Sexappeal. Deshalb darf Werbung für Tabakprodukte und E-Zigaretten Kinder und Jugendliche unter keinen Umständen errei-chen. Das Initiativkomitee möchte eine gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen fördern und damit die Selbst- und Eigenverantwortung stärken. » so Dr. med. Philippe Luchsinger, Präsident von mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz.

Breite Verankerung der Initiative

Diese Tatsachen sprechen für sich: Die bisherigen Massnahmen reichen bei weitem nicht aus! Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen deshalb viele grosse Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies ins-besondere mfe Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, der Schweizerische Apothe-kerverband pharmaSuisse, kantonale Lungenligen, der Schweizerische Drogistenverband, die FMH, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic, der Dachverband des Schweizer Sports, der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz und die Tessiner Associazione Svizzera Non fumatori ASN haben sich der Initiative angeschlossen. «Gemäss dem Suchtmonitoring Schweiz 2016 bejahen 58 Prozent der Schweizer Bevölkerung ein allgemeines Werbeverbot für Tabakprodukte. Auch ein Verbot des Sponsorings von Kultur- und Sportveranstaltungen durch die Tabakindustrie wird von einer Mehrheit befürwortet. Es ist also höchste Zeit wirkungsvolle Massnahmen umzusetzen“ fordert Grégoire Vittoz, Direktor Sucht Schweiz und Präsident der Lungenliga Waadt.

Wichtigste Forderungen der Initiative

Untersuchungen zeigen, dass 57 Prozent der Rauchenden als Minderjährige mit dem Tabakkonsum beginnen. Das Initiativkomitee fordert deshalb einen konsequenten Jugendschutz:

• Ein Verbot für jegliche Tabakwerbung, die Kinder und Jugendliche erreicht: das umfasst Print-medien, das Internet einschliesslich der sozialen Medien, Plakate, Kinos und Verkaufsstellen.
• Keine Verkaufsförderung durch Gratisabgabe von Tabakprodukten, wie sie durch Hostessen in Clubs oder durch Rabattaktionen im Stil von «3 für 2» geschieht.
• Kein Sponsoring öffentlicher und privater Anlässe durch Tabakfirmen.
• Bei den Substitutionsprodukten: die Gleichstellung mit herkömmlichen Tabakprodukten.

Initiative zeigt bereits Wirkung

«Unsere Volksinitiative hat bereits bei ständerätlichen Gesundheitskommission Wirkung gezeigt» stellt Ständerat Hans Stöckli fest, «unsere Botschaft wurde verstanden und aufgenommen, wenn auch das Ziel noch nicht erreicht ist.» Im Vorschlag der Kommission sind wesentliche Forderungen der Initianten eingeflossen, entsprechend aktiv opponiert die Tabakindustrie nun gegen diese Vorlage.

Schweiz ist europäisches Schlusslicht in der Tabakprävention

Mit einem weitgehenden Verbot von Werbung, Promotion und Sponsoring für Tabakwaren würde die Schweiz eine der zentralen Forderungen der internationalen Rahmenkonvention über die Tabakkontrol-le der Weltgesundheitsorganisation WHO erfüllen. Die Konvention ist das wichtigste Instrument für die weltweite Eindämmung der Tabakepidemie und wird von 181 Staaten getragen. Die Schweiz hat die Konvention im Jahr 2004 zwar unterzeichnet, aber bis heute nicht ratifiziert. In Europa haben dies, neben der Schweiz, nur Andorra, Liechtenstein und Monaco ebenfalls noch nicht getan. Im Rahmen unserer Initiative fordern wir endlich die dringende Umsetzung dieser Konvention.

Für weitere Informationen:

www.kinderohnetabak.ch

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz von Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
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Sandra Hügli-Jost
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www.hausaerzteschweiz.ch

Initiative auf der Zielgeraden

Medienmitteilung

Bern, 10. April 2019

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»
Initiative auf der Zielgeraden

Der Kinder- und Jugendschutz in der Schweiz versagt bei der Tabakprävention. Deshalb hat das Initiativkomitee «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» vor einem Jahr eine Volksinitiative lanciert. Die Unterschriftensammlung läuft auf Hochtouren und stösst auf breite Zustimmung in der Bevölkerung. Es wurden bereits 80’000 Unterschriften gesammelt und wenn das Parlament weiterhin keine griffigen Massnahmen ergreift, wird das Volk entscheiden.

Hinter der Initiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen die grossen Gesundheitsorganisationen der Schweiz. Neben der Allianz „Gesunde Schweiz“ sind dies insbesondere mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz, die Krebsliga Schweiz, der Schweizerische Apothekerverband PharmaSuisse, kantonale Lungenligen, der Schweizerische Drogistenverband, die FMH, die Lungenfachärzte sowie die Kardiologen. Hinzu kommt die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände. Auch Swiss Olympic und der Lehrerverband haben sich der Initiative angeschlossen.

Aktueller Stand: 80’000 Unterschriften

Seit Monaten sind die Verbündeten am Unterschriften sammeln in Arztpraxen, in Apotheken, an Messeständen, in ihren Netzwerken und auch vermehrt auf der Strasse. Die Anliegen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Tabakwerbung stossen bei der Bevölkerung auf viel Goodwill und Interesse. Stand heute wurden bereits 80’000 Unterschriften gesammelt. Die Leute unterschreiben die Initiative aus Überzeugung und sagen Ja zur Prävention und zu einem effizienten Jugendschutz. Eine Verschärfung der aktuellen Gesetze ist ganz offensichtlich erwünscht.

Der Sammelmonat März verlieh der Volksinitiative zusätzlichen Schub und Tausende von Unterschriften konnten allein in diesem Monat gesammelt werden, wobei täglich weitere Unterschriften beim Komitee ankommen. Die Initianten rechnen damit, fristgerecht im Sommer 2019 die Initiative einreichen zu können.

Wirkungsvolle Massnahmen sind dringend nötig

Jede Stunde stirbt in der Schweiz mindestens eine Person an den Folgen des Rauchens. Das sind jährlich 9500 Personen. Gleichzeitig stagniert der Anteil der Raucherinnen und Raucher in der Schweiz seit 2011 bei zu hohen 25 Prozent und die meisten Raucher-Karrieren beginnen noch immer im Teenageralter. Diese Tatsachen zeigen: Die bisherigen Massnahmen reichen bei weitem nicht!

Das Initiativkomitee fordert deshalb:

• Ein lückenloses Werbeverbot für Tabakprodukte, das Printmedien, das Internet einschliesslich der sozialen Medien, Plakate, Kinos und Verkaufsstellen umfasst.
• Keine Verkaufsförderung durch Gratisabgabe von Tabakprodukten, wie sie durch Hostessen in Clubs oder durch Rabattaktionen im Stil von «3 für 2» geschieht.
• Kein Sponsoring öffentlicher und privater Anlässe durch Tabakfirmen.
• Bei den Substitutionsprodukten: die Gleichstellung mit herkömmlichen Tabakprodukten.

Für weitere Informationen:

www.kinderohnetabak.ch

Reto Wiesli
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www.hausaerzteschweiz.ch

Mitglied einer Gesundheitsorganisation sammelt Unterschriften

Der Dachverband Lehrerinnen und Lehrer Schweiz (LCH) unterstützt neu unsere Volksinitiative

Eine Allianz aus 85 Schweizer Gesundheitsorganisationen, zu welchen auch der LCH gehört, lehnt das vom Bundesrat vorgestellte Tabakproduktegesetz ab. Darin fehlt etwa ein umfassendes Werbeverbot für Tabakprodukte zum Schutz von Kindern und Jugendlichen. Die Allianz fordert deshalb, die Vorlage im Parlament anzupassen.

LCH lehnt aber nicht nur das neue Tabakproduktegesetz ab. Die Geschäftsleitung LCH hat zusätzlich entschieden, die Volksinitiative zu unterstützen. Sie empfiehlt den Mitgliedsorganisationen LCH, ihre Mitglieder zur Unterschrift aufzurufen.

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