Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung

Die Gesundheitskommission des Ständerats sucht den Kompromiss

Medienmitteilung

Bern, 29. Januar 2021

Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung»

Diese Woche hat die Gesundheitskommission des Ständerats erneut das Tabakproduktegesetz beraten. Die Trägerschaft der Volksinitiative «Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung» begrüsst, dass die Kommission gewillt ist, eine Vorlage mit griffigem Jugendschutz vorzulegen

Die Gesundheitskommission des Ständerats hält an den für den Jugendschutz zentralen Elementen fest: Besonders mit Werbung in Gratiszeitungen und im Internet werden Kinder und Jugendliche erreicht. Diese Tatsache bezieht die Gesundheitskommission in ihren Entscheidungen mit ein. Die Gesundheitskommission hält zudem in weiser Voraussicht daran fest, alternative Produkte wie E-Zigaretten bei der Verkaufsförderung nicht differenziert zu regulieren. Die Voraussicht Das ist nötig, weil aufkommende neue Produkte wie Erhitzer oder E-Zigaretten besonders Jugendliche ansprechen und die Zahl der Kinder und Jugendlichen, die Nikotin konsumieren, laufend steigt. So konsumieren bereits über 45% der 16-jährigen Knaben wöchentlich E-Zigaretten.

Der Ständerat macht einen Kompromissvorschlag

Die Gesundheitskommission nimmt mit ihren Anträgen das Anliegen der Volksinitiative auf: den konsequenten Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung. Sowohl die Trägerschaft der Initiative wie auch eine Mehrheit der Schweizer Bevölkerung würden zwar weitergehende Massnahmen befürworten, doch die Gesundheitskommission des Ständerats sucht den Kompromiss und zeichnet einen gangbaren Mittelweg auf. Ein Mittelweg, der auch die Mindestanforderungen des WHO-Rahmenübereinkommens zur Eindämmung des Tabakgebrauchs erfüllen würde.

Hinter der Volksinitiative „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“ stehen jene Gesundheitsorganisationen, welche täglich mit den Folgen des Tabakkonsums konfrontiert sind. Und die Folgen sind gravierend: Die Kinderpneumologen stellen bereits bei Jugendlichen fest, dass diese drei Mal mehr an Atemnot und fünf Mal häufiger an Asthma-Symptomen leiden, wenn sie Tabakprodukte konsumieren. Deshalb nimmt die Trägerschaft der Initiative beruhigt zur Kenntnis, dass für den Ständerat „Jugendschutz” kein leeres Wort ist.

Für weitere Informationen:

Reto Wiesli
Sekretär Initiativkomitee „Ja zum Schutz der Kinder und Jugendlichen vor Tabakwerbung“
031 508 36 10, reto.wiesli@hausaerzteschweiz.ch

Sandra Hügli-Jost
Kommunikationsbeauftragte mfe – Haus- und Kinderärzte Schweiz
078 920 24 05, sandra.huegli@hausaerzteschweiz.ch